Elfriedenhöhe

Privatpraxis für Psychiatrie und Psychotherapie

„Hagen wird psychisch immer kränker“.
So lautet die Überschrift aus dem Artikel der WAZ vom 23.04.2014.

Zu diesem Thema gab Dr. Nikolaus Grünherz ein Interview und beschäftige sich mit der Frage, ob sich der psychische Gemütszustand der Hagener Bevölkerung tatsächlich verschlechtert hat. Als Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit einer 22 jährigen Berufserfahrung ist er zweifelsfrei dazu befugt, die Entwicklung der letzten Jahre fachkundig zu analysieren und interpretieren. Für Dr. Grünherz steht gewiss fest, dass die ansteigende Zahl der Inanspruchnahmen psychiatrischer Behandlungen im Zusammenhang mit der seelischen Verfassung der Bevölkerung stehen. Menschen mit psychischen Erkrankungen fühlen sich oft aus ihren üblichen Lebensumständen herausgerissen und in ihrer Lebensqualität stark beeinflusst. Die Auswirkungen auf das Arbeits- und Privatleben sind enorm. „Im Grunde gibt es drei hauptsächliche Ursachen.“: Zum einen spielt die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle für die eigene Psyche.

Die Wahrscheinlichkeit, anfälliger für seelisches Leiden ist demnach höher, sofern im Familienkreis Erkrankungen dieser Art bereits vorliegen. 
Des Weiteren kann die Entwicklung des sozialen Umfeldes ausschlaggebend sein. Der plötzliche Verlust der Arbeitsstelle oder eine starke körperliche Erkrankung lösen Ängste aus, die sich durch depressive Phasen äußern. 
Zuletzt erläutert Dr. Grünherz bei der dritten Ursache, dass es sich oft „… um den Verlust einer geliebten oder wichtigen Person“ handelt, der für viele Menschen schwer zu verkraften ist. Treffen mehrere dieser Ursachen aufeinander, so ist es sehr wahrscheinlich, dass der Betroffene in eine Depression gerät. Nichtsdestotrotz gibt Dr. Grünherz einen Einwand:“Es gibt einen großen Unterschied […] zwischen Depression und deprimiert sein.“ Jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens Phasen, in denen er sich ausgelaugt und leer fühlt. „Das muss nicht sofort heißen, dass man krank wird.“

Mit dieser Aussage gibt der Leiter der Klinik Betroffenen Hoffnung und macht den Betroffenen Mut.

Quelle: www.derwesten.de
Autor: Mike Fiebig